Produktdaten & Automatisierung: Mit PIM und DAM die Effizienz steigern

Wenn Du viele Produkte hast, dann wird die Verwaltung Deiner Daten zur Herausforderung. Im Kern ist die Problemlage für Hersteller und Händler gleich: Es sind viele Daten. Wenn diese gespeichert werden müssen, ist es wichtig den Weg in eine Datenbank und den Weg aus der Datenbank möglichst zu automatisieren, um Aufwände zu reduzieren. Wir erklären, wo Du ansetzen musst.

Produktdaten & Automatisierung: Was heißt das?

Bei vielem wird über Automatisierung und Effizienzsteigerung gesprochen. Meist denkt man dabei an Maschinen in Fabriken und an Roboter. Durch Automatisierung kann man mehr des gleichen Produkts in der gleichen Zeit schaffen. Daneben sinkt auch noch der Preis der einzelnen Einheit eines Produkts. OK – das ist in der Regel auch nur dann so, wenn man sehr viele Einheiten produziert, weil für den Automaten – also beispielsweise einen Roboter – fixe Kosten anfallen. Schon klar wirst Du sagen – aber was hat das mit Produktdaten zu tun? – So ganz einfach ist das wirklich nicht, aber wir erklären es hier Schritt für Schritt. Zunächst muss definiert werden, um was es sich bei Produktdaten handelt und wofür man diese benötigt. Ganz grob kann man Produktdaten in Attribute – Produkteigenschaften – sowie Bilder, Dokumente und andere Dateien einteilen – die sogenannten Assets –, die direkt einem Produkt zuzuordnen sind.

Was sind Attribute – Produkteigenschaften und was heißt dabei Automatisierung?

In unserem TESSA Wiki haben wir Produktdaten schon relativ ausführlich erklärt: 

“Das können morphologische Informationen sein, also solche, die die Form eines Produkts betreffen, wie Länge, Breite, Höhe, Tiefe, Durchmesser. Von Relevanz sind auch jegliche Produktnummern und SKUs bzw. IDs, z.B. auch EAN-Codes oder Registriernummern bei europäischen Datenbanken wie EPREL, aber auch Stücklisten, Verpackungsmengen, Abfüllmenge, Haltbarkeit. Daten hinsichtlich Sicherheit und Lieferfähigkeit oder Bestände sind auch relevant. Produktdaten sind außerdem Farben, Materialien, Oberflächen – je nach Produkt sind es auch physikalische Eigenschaften wie Viskosität, Dichte, Tragfähigkeit, Leitfähigkeit, Gefrierpunkt, Drehzahlen, Beschleunigung...” 

Wenn Du also viele Produkte hast, dann wird die Verwaltung Deiner Daten zur Herausforderung. Je nachdem ob Du Hersteller oder Händler bist, sind die Prozesse etwas verschieden – im Kern ist die Problemlage gleich: Es sind viele Daten. Wenn diese gespeichert werden müssen, ist des wichtig den Weg in eine Datenbank und den Weg aus der Datenbank möglichst zu automatisieren, um Aufwände zu reduzieren.  

Systeme die diesen Aufwand für Produktdaten merklich reduzieren und die Effizienz steigern, sind Produkt Information Management (PIM) Systeme wie Akeneo. Darin werden die Attributwerte pattformunabhängig gespeichert und Du kannst diese nach Belieben den notwendigen Verwendungszwecken zuführen. Du hast damit ein System für das Produktstammdaten-Management, in dem die Wahrheit über Deine Produkte steht – der Single Point of Truth. So schaffst Du die Basis für Effizienz. Der Grund: Aus den PIM-Systemen können automatisiert alle möglichen Nachfolgesysteme mit validen Produktdaten versorgt werden. Wenn einmal ein Fehler gemacht wurde, muss dieser auch nur an einer Stelle korrigiert werden – der Rest läuft automatisch ab. 

Produktdaten: Was sind Digitale Assets und was heißt dabei Automatisierung?

Auch bei Digitalen Assets haben wir in unserem TESSA Wiki eine ausführliche Erläuterung. Hier unsere Definition: 

“Mit Digital Assets meint man Mediendateien. Es handelt sich also um einen Inhalt in Dateiform. Unter Inhalten versteht man im Allgemeinen Bilder, Töne und Videos sowie jegliche Dokumente. Bei Bildern können dies Fotos sein, aber auch Grafiken, Logos, Illustrationen, Zeichnungen. Töne in Dateiform sind häufig Musikstücke oder Podcasts, aber auch Jingles. Videoinhalte werden immer wichtiger.” 

Während der vergangenen Jahre konnten wir beobachten, dass die Zahl von Assets pro Produktmodell stark gestiegen ist. Es werden immer mehr Fotos erforderlich, Kunden erwarten Videos etc. Eine manuelle Erstellung und Verarbeitung dieser Assets ist viel zu aufwändig und fehleranfällig. Deshalb wird bereits bei der Erstellung und Integration der Dateien in Digital Asset Management (DAM) Systeme automatisiert. So erlauben mit Datenbanken verarbeitbare Dateinamen beispielsweise automatisierte Vollständigkeitsprüfungen, die automatisierte Verknüpfung mit Daten aus PIM-Systemen. In der Verarbeitung werden KI-Anwendungen eingesetzt und die Nutzung der Assets kann in Folgesystemen auf dieser Basis völlig automatisch erfolgen. Was genau das bedeutet, erläutern wir in den folgenden Abschnitten.

Effizienzsteigerung durch Produktdaten Automatisierung mit PIM & DAM

Durch den Einsatz von PIM und DAM hast Du die Möglichkeit Prozesse zu automatisieren. Das betrifft die Integration der Daten in die Systeme und die Ausleitung der Daten in Zielsysteme.

Steigerung der Effizienz durch Automatisierung der Datenintegration mittels PIM & DAM

Daten sollten nur ein einziges Mal gepflegt werden – im dafür vorgesehenen führenden System. Die übrige Verarbeitung von Produktdaten – Stammdaten – muss automatisiert erfolgen. Deshalb solltest Du, wenn es bei Dir um viele Produkte geht, alle Attributwerte möglichst automatisch in einem PIM sammeln, um diese nachfolgend vollständig homogen verarbeiten zu können. Baue deshalb Schnittstellen zu Vorsystemen auf – das können ERP-Systeme oder Produktentwicklungssysteme sein. Als Händler ist es durchaus sinnvoll, sich an großen Datentöpfen zu bedienen – Branchen-Produktdatenbanken – oder Daten in Standardformenten wie ETIM zu verlangen. So läuft automatische die Integration geschmeidig und auf Knopfdruck automatisch. Oft bekommen Händler auch Daten per Excel geliefert. Hier solltest Du auch automatisieren, damit die Daten in Deinem PIM homogen bleiben. Das betrifft auch Assets und DAM-Systeme. Auch wenn es nicht 100 Prozent automatisierbar ist: Du wirst eine deutliche Effizienzsteigerung bemerken.

Optimierte Datenausleitung dank Automatisierung mit PIM & DAM

Wenn Du schon bei der Integration von Attributwerten in ein PIM und Assets in ein DAM automatisierst, wirst Du eine gravierende Effizienzsteigerung bei der Verwendung der Daten merken. Dabei ist es ganz egal, wofür Du die Produktdaten benutzt:

  • Befüllung Deiner Website oder Deines Webshops
  • Erstellung von Katalogen & Broschüren (B2B & B2C)
  • Erstellung von Produktdatenblättern
  • Ausleitung von Produktdaten in Standardformaten (z.B. ETIM)
  • Customized Ausleitung von Produktdaten inkl. Assets für Großhändler und andere Händler
  • Erstellung von Schnittstellen zu Marktplätzen (z.B. Amazon, Otto, Mediamarkt, Conrad oder auch Maison du Monde, Möbel24 etc.)
  • Generierung von BIM-Objekten

Stell Dir vor, Du müsstest das alles mit Excel bewerkstelligen oder eine eigene Datenbank dafür aufbauen. Der Aufwand und die Fehleranfälligkeit wären sehr hoch. Deshalb ist es sinnvoller in Systeme zu investieren, die in der Lage sind, all diese Funktionen automatisch zu erfüllen. Auch wenn die initialen Kosten zunächst hoch erscheinen, so hast Du im Ergebnis eine sehr viel flachere Kostenkurve durch Automatisierung der Datenprozesse. Hierdurch kannst Du:

  • Sehr viel mehr Kataloge in der gleichen Zeit produzieren – also beispielsweise zielgruppenspezifische Kataloge für einzelne Produktlinien. 
  • Kataloge viel leichter aktualisieren, weil die Daten automatisch über Schnittstellen in den Katalog einlaufen. 
  • Automatisch aktuelle Produktdatenblätter generieren, sollten sich Attributwerte für Deine Produkte ändern. 
  • Die bisher sehr aufwändige Produktion von ETIM-Files gravierend beschleunigen, sodass Du diese bei Plattformen wie OpenDatacheck öfter als einmal im Jahr abgeben kannst. 
  • Deutlich mehr Händler mit aktuellen Produktdaten (inkl. Assets) versorgen. Die Automatisierung erlaubt es Dir Händlern regelmäßig Deine neusten Produkte zu übergeben. 
  • Marktplätze sehr viel schneller anbinden und die Produktdaten auf den Markplätzen aktualisieren. Das bedeutet auch, dass Du mehr Marktplätze anschließen kannst und nicht mehr so abhängig von einzelnen Playern bist.

Fazit

Gesteigerte Effizienz durch Automatisierung

Durch die Automatisierung Deiner Produktdaten-Prozesse wirst Du bedeutend schneller, sparst Kosten und kannst als Händler mehr Produkte in Dein Programm aufnehmen. Die verringerte Fehleranfälligkeit von durch Schnittstellen bedienten Systemen und das Setzen auf führende Systeme erlaubt Dir ein weitaus flexibleres Arbeiten.

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