E-Commerce Software: Die richtige Wahl treffen

Es steckt in der Sache: Für E-Commerce wird Software benötigt, ohne diese wäre es kein E-Commerce. Zentral beim E-Commerce ist dabei das Shopsystem – die Software-Lösung, auf der Online-Shops laufen. Zusätzlich werden oft noch weitere Werkzeuge benötigt.

Je mehr Produkte über einen Online-Shop verkauft werden, an je mehr Kunden verkauft wird, die gebunden und betreut werden sollen, umso mehr Software-Lösungen werden für den E-Commerce benötigt. Für wenige Produkte reicht sicher noch eine einfache Shopping-Lösung – vielleicht mit einem Woo-Commerce PlugIn für Wordpress oder es reicht, eine Typo3-Installation entsprechend aufzurüsten. Sind es dagegen viele Produkte, die verkauft werden sollen – sagen wir einfach 500 oder 1.000, dann sind ein PIM (Product Information Management) und ein DAM (Digital Asset Management) schon ausgesprochen hilfreich, um die Produktdaten zu verwalten. Denn gute Produktdaten sind die Voraussetzung für gute Produkt-Detailseiten. Diese wiederum helfen dabei, den Käufer zum Kauf zu bewegen. Für viele Kunden wird dann noch ein CRM (Customer-Relationship-Management) nebst Newsletter-Lösung benötigt. Die Onboard-Analytics-Lösungen sind bei vielen Kunden auch nicht ausreichend mächtig, sodass hierfür auch spezialisiertere Werkzeuge eingesetzt werden müssen. Hersteller sind oft auch noch gezwungen, CMS Systeme einzusetzen (Content Management Systeme). Insgesamt sollte man davon ausgehen, dass die Zahl der benötigten Systeme tatsächlich mit der Zahl der Produkte, deren Komplexität, der Zahl der Kunden und auch noch der Zahl der zu bedienenden Länder steigt. Der steigende antizipierte Umsatz ist hierfür natürlich auch eine wichtige Grundlage.

Kleine Unternehmen mit wenigen Produkten

Stell Dir ein Unternehmen mit ganz wenigen Produkten vor, bei dem aber viele Aufträge anfallen – vielleicht ein Olivenöl, das es in drei Qualitäten gibt und in jeweils zehn Gebinde-Größen. Bei 100 Bestellungen am Tag wäre die telefonische Bestellung schon aufwändig, die Abgabe des Geschäfts an Händler reduziert den Gewinn beträchtlich. Deshalb wäre eine Software sinnvoll, die nicht viel kostet. An dieser Stelle stößt man zwangsläufig auf das Woo-Commerce Plug-In für Wordpress. Es ist kostenlos, und es gibt noch ein weiteres PlugIn für Logistik. Geld verdient der Anbieter durch ein Bezahlmodul. Die Kosten halten sich im Rahmen und es gibt eine Reihe von Dienstleistern, die beim Aufbau solcher kostengünstigen Lösungen behilflich sind. Allerdings muss man sich an dieser Stelle darüber im Klaren sein, dass die Möglichkeiten zur Individualisierung begrenzt sind und – das ist etwas schwerwiegender – Wordpress keine wirklich sichere Lösung ist. Durch viele PlugIns, die zum Einsatz kommen (müssen), erfordert das System laufende Aufmerksamkeit. Daneben ist durch verschiedene internationale Datenflüsse die Konformität bezüglich der DSGVO nicht ohne weiteres herstellbar. Wir raten unseren Kunden deshalb davon ab.

Unternehmen mit etwas mehr Produkten

Kosten sind häufig ein Argument, die Kunden zu kostengünstigen, aber nicht wirklich optimalen Lösungen treiben. Shopify ist tatsächlich auch eine recht günstige Lösung, die noch dazu als SaaS läuft. Der Betreiber muss sich also nicht um den Betrieb einer eigenen Infrastruktur kümmern. Zudem gibt es nicht die Software-Risiken und die Unsicherheit, die Wordpress mit seinen vielen PlugIns mit sich bringt. Zusätzlich gibt es ein Bezahlmodul, das einfach einsetzbar ist, aber nicht verpflichtend. Das ist hilfreich für den schnellen Start. Allerdings ist die Lösung nicht so flexibel, wie dies eine frei konfigurierbare Software ist. Einfache Konfiguratoren können zwar schon mit den Shopify Builder Apps integriert werden. Dann passt das mit dem Layout des gewählten Themes (Layout Templates) häufig nicht und eigene Anpassungen müssen entwickelt werden. Wenn für Dein Business komplexere Konfigurationen notwendig sind, dann sind elaboriertere Werkzeuge sinnvoller. Eikona Media empfiehlt dann OXID oder SHOPWARE. 

Eigene Shop-Software, volle Konfigurationshoheit

Eine eigene Installation einer E-Commere Shop-Software gibt dir deutlich mehr Freiheiten als die Verwendung des SaaS-Produkts aus Kanada. So schaffst Du es stärker zu individualisieren und auf die Bedürfnisse deiner Kunden einzugehen. Auch lassen sich Konfiguratoren flexibler einbinden. Ob nun OXID oder SHOPWARE die passendere Lösung ist, hängt vom Einzelfall ab. Wir bei EIKONA Media haben schon viele Projekte auf beiden Systemen durchgeführt und dabei PIM sowie DAM Systeme angeschlossen. Natürlich sorgen wir dann auch dafür, dass Deine Produkte auf den für Dein Geschäft wichtigen Plattformen landen. Hierfür nutzen wir beispielsweise Plentymarkets. Dafür haben wir einen Akeneo Connector entwickelt, mit dem Du Dein Akeneo PIM direkt mit über 50 Marktplätzen verknüpfen kannst. So bist Du gut aufgestellt.

Headless in die Zukunft?

Vielleicht hast Du auch schon von Headless Systemen gehört, bei denen die Daten von Funktionen und Layouts getrennt sind. Solche Systeme sind dann sinnvoll, wenn Du eine ganze Reihe von Shops mit der gleichen Datenbasis betreiben möchtest oder als Hersteller beispielsweise die Funktionalitäten eines Konfigurators Online-Händlern für deren Shops zur Verfügung stellen möchtest. Hast Du also ein breites Sortiment und möchtest Du für die Zielgruppen spezieller Sortimentsbereiche Shops unter eigenen Domains laufen lassen, dann könnten die commercetools oder Spryker die richtige Lösung für Dich sein. Hast Du beispielsweise Produkte für den Garten, so könntest Du jeweils einen Shop für Möbel, Gartenhäuser, Pflanzen etc. damit betreiben und zusätzlich einen für all Deine Produkte. Allerdings sind solche Projekte mit vergleichsweise hohen Kosten verbunden. Wir beraten Dich gerne hinsichtlich der richtigen – effizienten – Software-Lösung für Dich. Schließlich stehen nicht nur die Kosten am Anfang des Projekts, es entstehen auch Aufwände im laufenden Betrieb, die sich je nach Konzept und Anwendung unterscheiden.  

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